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BINDEGEWEBSMASSAGE

Wo Berührung unter die Haut geht – ganzheitlich wirksam

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Die Bindegewebsmassage ist für mich eine faszinierende Anwendung. Durch einzelne Striche mit zwei oder mehr Fingern auf der Hautoberfläche entstehen grosse Wirkungen und Reaktionen im gesamten Körpersystem. Dabei ist es notwendig, die Tiefe der Behandlung so abzustimmen, dass die Wirkung spezifisch auf der gewünschten Körperebene ankommt, regulierend wirkt und im Innersten bewegt.
Während den ersten Behandlungen erlebst du schwache und starke Gewebereize auf der Haut. Mit fortschreitender Behandlungsdauer nehmen diese Reize jedoch ab, da der Körper schon nach kurzer Zeit seine Selbstheilungskräfte aktiviert und dadurch dein Wohlbefinden gesteigert werden kann und eine ganzheitliche Balance spürbar ist.

Das Bindegewebe verbindet Knochen, Haut, Muskulatur und Organe miteinander. 
Mit Ausnahme vom Kopf wird bei der Bindegewebsmassage am ganzen Körper gearbeitet. Hierbei werden sogenannte Organzonen angesprochen, welche sich hauptsächlich auf der Rückseite des Körpers befinden.
Mit der Bindegewebsmassage ist es möglich, durch gezielte Reizung auf und unter der Haut reflektorisch einen Spannungsausgleich über das vegetative Nervensystem herzustellen. So entsteht eine gesunde Organfunktion, um
chronische und akute Schmerzen zu lindern.

Das vegetative Nervensystem steuert alle Funktionen im Körper, die nicht willkürlich beeinflusst werden können. Die Hauptvertreter sind der sogenannte Sympathikus und der Parasympathikus, welche sich als Gegenspieler miteinander ergänzen und so einen Ausgleich schaffen.
Unser Körper besitzt unterschiedliche Systeme, die auf verschiedene Bereiche wirken und den Menschen gesund erhalten. Das Kreislauf-, Hormon-, Atmungs- und Schmerzsystem werden über die Rezeptoren der Haut und Kapseln der Gelenke angesteuert.


 

INDIKATIONEN

  • Verklebungen des Bindegewebes und der Faszien

  • Muskelbeschwerden von Rücken, Nacken und Schulter

  • Stress, innere Unruhe, Schlafstörungen 

  • Gelenkbeschwerden

  • Verdauungsbeschwerden

  • Nervenschmerzen

  • Knochenhautschmerzen

  • Organstörungen

  • Chronische Schmerzlinderung 

  • Durchblutungsstörungen, kalte Hände und Füsse

  • Nächtliche Bein- und Wadenkrämpfe

  • Temperaturregulation 

  • Narbenbehandlung

  • Hohe Körperspannung (Hypertonus)

  • Allgemeine Entspannung

EINBLICK IN DIE GESCHICHTE

Die Methode der Bindegewebsmassage wurde in den 1920er Jahren von der deutschen Physiotherapeutin

Elisabeth Dicke entwickelt. Sie litt selbst an schweren Durchblutungsstörungen im Bein, die damals als kaum behandelbar galten und sogar einer Amputation drohten.
Während ihrer Krankheit stellte sie fest, dass bestimmte Zug- und Dehnreize an Haut und Unterhaut (Bindegewebe) eine spürbare Wirkung auf ihre Schmerzen und die Durchblutung hatten. Durch systematisches Ausprobieren entwickelte sie daraus eine gezielte Behandlungstechnik.

 

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